Die Rache für das Unentschieden

Beim Warmlaufen konnte man schon an einem Umstand erkennen, dass es diesmal vielleicht doch zu einem Sieg reichen könnte, denn im Gegensatz zur, mit 14 Spielern, voll besetzten BSV-Bank trat TMBW nur mit 9 Spielern, davon 2 Torleute, an, um uns die Stirn zu bieten.

Doch der Anfang der ersten Hälfte ließ mal wieder böse Erinnerungen vom Unentschieden in der Hinrunde auftauchen, denn bis zum Stand von 5 : 3 konnte sich keine der Mannschaften wirklich absetzen. Auch wurde jetzt schon klar, dass dies ein sehr kampfbetontes Spiel werden sollte, das die Schiedsrichter aber doch gut unter Kontrolle hatten.

Doch dann fingen wir endlich an, das Heft in die Hand zu nehmen, und mit Hilfe unsere Spielzüge konnten wir uns dann doch über die Stationen 8 : 3 und 14 : 6 einen deutlichen Vorsprung erarbeiten, was aber bei uns nicht immer bedeutet, dass wir auch gewinnen. Das war auch unserem Trainier klar und so ermahnte er uns — nachdem wir beim Stand von 16 : 10 in die Kabinen gingen –, weiterhin konzentriert zu bleiben und das Spiel nicht schon abzuhaken. Für das eigentliche Highlight der ersten Hälfte sorgte aber leider Marcus Sommerfeld vom TMBW, indem er nach einem 7m, den Beule verworfen hatte, aber sich den Abpraller sichern konnte, diesem von hinten ein Bein stellte und damit die eigene Mannschaft auf 6 Feldspieler reduzierte.

Die zweite Hälfte begann, wie die erste aufhörte, mit einem Tor für uns. Doch ab da schienen wir die Worte unseres Coaches schon wieder vergessen zu haben, denn dank unserer mangelnden Chancenverwertung beim Gegenstoß und den jetzt immer häufiger auftretenden Fehlern im Aufbauspiel ließen wir unseren Gegner wieder Fuß fassen im Spielverlauf und unser Vorsprung schmolz auf 2 Tore beim Stand von 19 : 17 zusammen.

Doch als uns plötzlich klar wurde, dass wir nicht wieder nur mit einem Remis nach Hause gehen wollten, fingen wir uns wieder, stabilisierten die Abwehr und legten mehr Konzentration in den Abschluss, so dass wir nur noch 3 Gegentore kassierten. Zu erwähnen auch die gute Leistung unseres Torwarts Micha, der in dieser Phase einige wichtige Bälle aus dem Kasten fischte und so der Mannschaft wieder Selbstvertrauen gab. Als das Schiedsrichtergespann dann beim Stand von 29 : 20, 1 Sekunde vor Ende des Spiels, dann noch einen 7m für uns pfiff, sollte der gute Martin, obwohl er gar nicht wirklich wollte, ihn ganz cool verwandeln und für die 10 Tore Unterschied im Ergebnis sorgen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wir diesen Sieg wohl auch unserem Gegner zu verdanken haben, der sich selber dezimiert und demoralisiert hat. Mit einer Leistungsschwankung wie in diesem Spiel können wir unser angestrebtes Ziel, Vizemeister zu werden, jedenfalls nicht erreichen.

(Bericht: Marcel Sudan)

Jasper

(gelesen: 757 mal, heute: 2 mal, zuletzt: 29. Juli 10)

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