Zerfahrenes Heimspiel

Da waren Sie wieder, die Schwächen im Abschluss und die ausgebliebene Konzentration bis zum Ende.

Wir sprechen hier von unserem Heimspiel am Freitag gegen SC Eintracht Berlin. Unser Trainer hatte uns am Freitag gut eingestellt und unsere Abwehr mit einer neuen Formation belegt, die — was man sagen muss — die Mannschaft noch nicht viel trainiert hatte. So sah das ganze am Anfang auch aus. Es waren große Löcher und viel zu wenig Absprache untereinander zu erkennen. Durch unseren gut agierenden Frank im Tor konnte jedoch schlimmeres verhindert werden.

Man merkte aber bereits in den ersten 20 min., dass unser Gegner sich ebenfalls gut auf uns eingestellt hatte. Mit einer sehr offensiven 6 : 0-Abwehr hatte unser Angriff so seine Schwierigkeiten. Nur vereinzelt kamen gute Situationen zustande, die uns zum Torerfolg brachten. Der neue 7m-Schütze in den eigenen Reihen, wir reden hier von Sascha Buchweitz, hatte an diesem Tag wirklich das richtige Händchen, von acht 7m verwandelte er sehr abgebrüht sieben Stück.

Zur Pause hatten wir uns einen kleinen Vorsprung von 4 Toren erarbeitet. Optimismus war angebracht, doch jeder, der uns kennt, weiß, es sind noch mal 30 min zu spielen und da kann noch einiges passieren. So geschah es auch bis zum Stande von 27 : 27. Dahin war der Vorsprung und leider auch in einigen Situationen die Konzentration. Ich muss an dieser Stelle noch eins anmerken, die Schiedsrichter hatten an diesem Tag wohl keinen guten Tag gehabt. Es gab sehr viele kritische, aber auch wirklich klare Entscheidungen gegen uns.

Die letzten Minuten des Spiels waren sehr nervenaufreibend. Es ging nur hin und her und war ein einziger Schlagabtausch. Unsere Spieler wie Norbert oder Reza hatten in dem gesamten Spiel eine gute Trefferquote, jedoch blieb diese zum Ende hin leider aus.

In den letzten Sekunden lagen wir mit einem Treffer vorn. Alles sah danach aus, als wenn wir das Spiel doch noch gewinnen würden. Jedoch ein gegnerischer Angriff, ein Foul und wohl die verwerflichste Entscheidung der Schiedsrichter an diesem Abend brachte das Unentschieden. Die Schiedsrichter hatten das Foul mit dem Abpfiff des Spiels gegeben, dann jedoch festgestellt, dass noch ganze 7 Sekunden nachzuspielen sind. (7 Sekunden vor Ende des Spiels stand unsere Mannschaft allerdings noch im Angriff). Das Kampfgericht betonte sogar, dass es noch 3 Sekunden seien. Diese Aussage wurde jedoch von einem der Schiedsrichter übergangen. So kam Eintracht noch zum 35 : 35-Endstand.

Die Emotionen nach dem Spiel waren sehr hoch. Gerade von unserem Torhüter Frank, der durch seine Art versucht hatte, die Mannschaft zu motivieren und sich selber motivieren wollte, war etwas aufgebracht und konnte nur mit Hilfe von 2 Mitspielern gebändigt werden, nicht auf die Schiedsrichter loszugehen.

Alles in allem haben wir immer noch zu viele technische Fehler gemacht. Die Schiedsrichter haben ihren Teil dazu beigetragen und unser Gegner hatte an diesem Tag das Quäntchen mehr Glück. Am kommenden Wochenende spielen wir auswärts gegen Spandau. Es ist noch nichts verloren in der Saison.

(Bericht: Michael Jahns)

Jasper

(gelesen: 803 mal, heute: 3 mal, zuletzt: 31. Juli 10)

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