Scharbeutz, die Letzte?

Die Planung

Immer wieder im Jahr frage ich mich, warum ich das mache. Ich merke, dass mein Elan für diese Herbstreiseplanung nachlässt und die Intensität, in der ich mich darum kümmere, nicht angemessen ist. Ich müsste mehr machen. Woran liegt es, dass der Spaß, eine solche Reise zu planen, einem ewigen Auf und Ab unterliegt?

Die Hochs tauchen auf, wenn die ersten Anmeldungen eintrudeln. In diesem Jahr gab es davor aber auch ein besonders tiefes Tief –- nämlich das Warten auf die ersten Anmeldungen. Zugegeben, es stand kein Enddatum für die Abgabe der Anmeldung auf dem Formular, das wird bei der nächsten Reise wieder anders sein. Zugegeben, die Anmeldung kam spät in Umlauf. Trotzdem oder gerade deswegen hatte ich erwartet, dass sich nach Ausgabe der Anmeldeformulare die Spieler und Eltern schneller entscheiden könnten, dieses geniale Angebot anzunehmen. Von April bis Oktober ist doch ein langer Zeitraum zum Planen und Sparen!

Ein großer Risikopunkt ist immer der Transport. Es gibt große Unterschiede in den Preisen für große und kleinere Busse. Wenn wir mit 80 Handballern fahren zuzüglich der Betreuer, müssen eventuell mal 2 Busse gechartert werden. Fahren nur 50 Handballer, wird ein kleinerer Bus gechartert oder die Reise wird pro Nase viel teurer. Daher meine Bitte: reagiert auf die nächste Reise wieder etwas schneller. Das entspannt mein Nervenkostüm enorm!

Weitere Tiefs: Warten auf Anzahlungen, Warten auf weitere Anmeldungen, horrende Forderungen von Busunternehmen für die Tour (Differenzen von bis zu 1000 Euro), Schocknachricht aus Scharbeutz: Eine weitere Sportgruppe ist zur gleichen Zeit da und will Hallenzeiten, Warten auf Nachricht aus Neustadt und Timmendorfer Strand für die Ausweichhallen, Rückbuchungen von durch Abbuchung vorgenommenen Zahlungen, Abmeldungen von der Herbstreise aus allen möglichen Gründen, meist verletzungsbedingt (allein in der letzten Woche vor der Abreise 3!), ewiges Hin und Her mit der Jugendherberge wegen der Anzahl der Zimmer …

Und dann immer wieder ein Hoch dazwischen: der günstigste Busanbieter kann uns fahren, trotzdem ich die Buchung erst spät vornehme, Flexibilität der Jugendherberge (ich kann Plätze nachbuchen), erste Rückmeldungen von Vereinen zwecks Freundschaftsspielen, das GO aus Neustadt für die Halle (zwar nicht alle Zeiten, die ich wollte, aber zumindest annehmbar), die Zusage aus Timmendorfer Strand für die Halle, der Kleinbus von Starcar wird uns zu einem günstigeren „Sponsoring“-Preis überlassen, viele NEUE aus den Mannschaften entschließen sich spontan noch an der Reise teilzunehmen, die kleinen gelben Aufkleber auf den Anmeldungen mit kurzen Danksagungen und Anmerkungen der Eltern, wie sehr sie meine Arbeit schätzen (Dafür meinen besonderen Dank!) …

Die Fahrt

Nachdem die Planung dann endlich durch war und die Teilnehmeranzahl sich nach einem kurzen Ausschlag auf 75 dann doch bei 70 festigte (wie die Aktien an der Börse zum gleichen Zeitpunkt!!), fuhren wir am Samstag früh in Richtung Scharbeutz. Treffpunkt wie immer 8 Uhr Fehrbelliner Platz. Und wie im Vorjahr fuhren zur gleichen Zeit vom gleichen Ort die wandernden Rentner ab. Unser Bus war super pünktlich! Der Busfahrer war der sympatischste, den wir je hatten! Ich hatte es diesmal nicht geschafft, die Erste zu sein. Also standen schon viele da und die Zufahrt zum Parkplatz war durch den Reisebus blockiert. Ich hatte die Freude, mit meinem riesigen Starcar-Bus ein paar Damen extra zu chauffieren, da wir noch Solveig aus Netzeband abholen wollten. Und damit sie nicht langweilig mit Lukas und mir in dem Kleinbus fahren musste, begleiteten uns ein paar Spielerinnen aus ihrer Mannschaft. Solveig kaufte sich mit einem köstlichen Kuchen in unsere Fahrgemeinschaft ein und wir kamen mit einem Kurzaufenthalt in Stolpe nur wenige Minuten nach dem Bus in Scharbeutz an.

Caschi und Sabine hatten die Aufgabe der Schlüsselverteilung übernommen. Ein wirklich harter Job, das merke ich jedes Jahr wieder. In diesem Jahr hatten wir zwar auf mein Drängen hin eine grobe Vorplanung vorgenommen, aber vor Ort und vor allem mit den jüngsten Veränderungen nach Absagen und Nachmeldungen, musste alles noch einmal überdacht werden. Da wir in diesem Jahr viele Große (ab C-Jugend) dabei hatten und so die Trennung »Ältere unten, die Jüngeren nach oben« nicht eingehalten werden konnte, ergab sich die bereits bemängelte Trennung männlich unten und weiblich oben. Auch dadurch, dass jetzt 6-Bett-Zimmer vorhanden sind, wurden die Teams noch mehr zusammengerüttelt und einige Zimmer konnten „fremd“ vermietet werden. So hatten wir in beiden Etagen Familien einquartiert, die natürlich mit der Unruhe in den Gängen nach 22:00 Uhr nicht gut zurecht kamen. Wenn im nächsten Jahr wieder mehr mitfahren, kommen wir da wahrscheinlich drum herum!

Zimmer beziehen, auspacken, Betten machen, Mittagessen (hmmm, Nudeln mit Gulasch!), 17 Uhr die erste Hallenzeit, 22:30 Uhr die letzten aus der Halle, Trainingsplan für Sonntag besprechen (was habt ihr eigentlich in dieser Zeit gemacht?), SCHLAFEN (und was habt ihr in DIESER Zeit gemacht?)!

Der Sonntag war schon ganz gut ausgebucht. 7:15 Uhr Strandlauf! Für die, die das erste Mal dabei waren, sicher ungewohnt und eine tolle Erfahrung, für alle anderen eine wunderbare Tradition. Nach dem anstrengenden Anreisetag und der unterbrochenen Nacht war es sicher nicht ganz einfach, so früh aus dem Bett zu kommen. Aber viel länger hätte man sowieso nicht schlafen können, denn wir hatten die frühen Essenszeiten: 7:45 Uhr Frühstück, 11:45 Uhr Mittagessen, 17:45 Uhr Abendessen. Zum Glück ist die Küche in der Jugendherberge SEHR flexibel! Dafür unseren herzlichen Dank, sollte jemand aus Scharbeutz das hier lesen! Wir sind sicher nicht so ganz einfach mit unseren spontanen Ausflügen und Extrawünschen und doch wurde alles zu unserer absoluten Zufriedenheit gelöst!

Sonntag konnten wir auch schon das erste Mal nach Neustadt fahren. Leider hatten wir hier eine kleine Wartezeit. Ich hatte verpasst, mit dem Hallenwart in der vorangegangenen Woche einen Termin für die Schlüsselübergabe auszumachen. Der war natürlich am Sonntag um 10 Uhr nicht zufällig in der Halle. Also gingen Caschi und ich auf die Suche nach dem netten Kollegen, konnten jedoch nur eine Telefonnummer ausfindig machen. Wie der Zufall so spielt, war das die Telefonnummer des im Urlaub befindlichen Hallenwartes. Am Ende hat alles geklappt und die Halle wurde –– mit einer viertel Stunde Verspätung –– für den Trainingsbetrieb freigegeben. Für diesen Trainingsausfall übernehme ich die volle Verantwortung und gelobe Besserung in der Vorbereitung fürs nächste Jahr.

Allerdings fehlten uns 4 Stunden in der Scharbeutzer Halle, weil noch eine weitere Sportgruppe –- Fechter aus Lützen«irgendwas« –- in der Jugendherberge untergebracht waren. Diese wollten natürlich auch in die Sporthalle. Eine Familie hätte auch gerne mal ne Stunde die Halle belegt – für was auch immer! Ging leider gar nicht!

Das Drumherum

Also haben wir den Chauffeurdienst in Betrieb genommen und sind von Scharbeutz nach Neustadt nach Scharbeutz nach Timmendorfer Strand nach Neustadt nach Scharbeutz nach Timmendorfer Strand nach Scharbeutz gefahren und haben erwartungsfrohe Jugendliche in die Hallen und verschwitze Handballer in die Jugendherberge transportiert.

Sonntagabend haben wir Betreuer uns dann hingesetzt und den Trainingsplan für die Woche erstellt. Meine Information war, dass die Fechter 2 mal 2 Stunden in die Halle wollten (in der Woche). Inklusive der Hallenzeiten in Neustadt und Timmendorfer Strand und der Trainingsspiele für die wC hätten wir ihnen sogar noch mehr anbieten können. Als ich den Plan dann am Montag an die Jugendherberge vorlegte, wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass ich das wohl falsch verstanden hatte. Zwei Mal – am TAG – zwei Stunden – für die Fechter. Das hätte unsere gesamte Planung komplett vernichtet! Und den Sinn dieser Trainingsfahrt ebenfalls! Zum Glück haben sich die Fechter für die Pavillons entschieden. Sie belegten beide Gebäude und mussten so ihre Untensilien nicht immer wegräumen und wir konnten die Halle die ganze Zeit über nach unserem Ermessen verwenden. Puh! Der nächste Herzinfarkt war nah!

Die folgenden Tage waren angefüllt mit Sport. Natürlich nur für die Sportler! (Hähä!) Caschi als unermütlicher guter Geist stand Stunde um Stunde in der Halle. Half hier, absolvierte dort sein eigenes Training oder hielt da eine Torwarttrainingsstunde ab. Alle anderen Trainer halfen beim Shutteln oder Training, Organisation und Strandaktionen. Immer war irgendetwas zu tun und kaum einer konnte sich mal für eine ruhige Stunde zurückziehen. Außer man legte sich einen Virus zu … Aber auch das ist ja, wie jeder, der es bereits erlebt hat, bestätigen kann, eine recht anstrengende Sache. So machte Zippo den Anfang, als nächstes legte sich Chrissi ins Bett und zuletzt erwischte es Raimund, der so um unseren wunderbaren gemeinsamen Tag im Hansapark gebracht wurde.

Auch einige Spielerinnen und Spieler fielen teilweise wegen Trainingsverletzungen, Ungeschicklichkeiten mit und ohne Fremdeinwirkung oder Viren und Bazillen gepaart mit Schlafentzug aus. Die Notaufnahme in der Klinik in Neustadt hat die Bekanntschaft mehrerer Trainer und Spieler machen dürfen. Wartezeiten von rund 2 bis 3 Stunden waren dort normal. Verlorene Zeit! Bitte, liebe Handballerinnen und Handballer, seht in Zukunft von solchen Dingen ab! Keine gebrochenen Arme auf der Skatebahn, keine eingeklemmten Finger in Autotüren und keine Handgelenksprellungen bei Torwartaktionen!!! BITTE! Gegen Halsschmerzen und schmerzende Gelenke gibt es immer was in der Apotheke, auch wenn es »nur« der Tapeverband ist, der dem Kleinhirn neuen Halt im Sprunggelenk vorgaukelt.

Wie bereits erwähnt, Handball kam nicht zu kurz in dieser Woche. Mangels Trainingsspielen gegen ortsansässige Vereine wurden interne Spielchen absolviert. Die wC I hatte allerdings ihre Auswärtseinsätze. Am Dienstag fuhren sie nach Neumünster. Rund eine Stunde Fahrtzeit wurde mit einem recht erfolgreichen, jedoch verlorenen Spiel belohnt. Der Mittwoch brachte die Trainingsplanung etwas durcheinander, da wir durch Trainingsspiele für mC I und wC I in Münsterdorf (nahe bei Hamburg, rd. 2 Stunden Fahrtzeit) auf beide Kleinbusse verzichten mussten. Daher ging uns eine Trainingszeit in Neustadt verloren. Unsere Spitzenspieler/innen haben die Aufmerksamkeit zumindest auf sich gezogen.

Am Donnerstag hatten dann auch die mD und die mC II ihren Einsatz. In Ratekau, ein schnell zu erreichender Nachbarort, spielten beide Mannschaften gegen die dortige mD mit Meisterschaftsambitionen. Die mD hatte in 2 Halbzeiten zu je 20 Minuten keine Chance gegen diese Mannschaft. Die mC II konnte noch ein paar Tore aufholen, das Ruder aber nicht mehr herumreißen. Nach Assis Angaben fielen ihr besonders Nils und Aron aus der mD auf, die schöne Anspiele und Einzelaktionen ablieferten. Alles andere schien zu müde. Aus der mC II stach besonders Robin heraus, trotz lädiertem Knie, und Assi fiel der große Kampfgeist aller Spieler auf.

Im Anschluss an das Spiel in Ratekau war Hansapark angesagt. Dies war unsere Premiere mit Startzeit 13:30 Uhr. Sonst starteten wir immer schon gleich nach dem Frühstück und waren zum Abendessen wieder in der Jugendherberge. Diesmal gab es noch leckeres Mittagessen (Kartoffelpuffer mit Apfelmus! Ich LIEBE es!) und dann konnte man sich ein Essenspaket zurechtmachen, da ja das Abendessen ausfiel. Das klappte mehr schlecht als recht. Zwar hatte jeder irgendetwas von dem Angebotenen eingepackt, aber es reichte nicht aus, man war noch hungrig oder der Partner mit dem Futter verließ den Park bereits mit dem ersten Bus oder war die ganze Zeit im Hansapark woanders unterwegs.

Also hatte Bini die tolle Idee, noch eine Ladung Pizza zu ordern. Bini bestellte und ich holte mit meiner letzten Handballer-Fuhre aus dem Hansapark 42 Kartons Pizza im Restaurant ab. Der Pizzabäcker war völlig mit den Nerven fertig, als ich ankam. Er hatte schon 10 Minuten vorher angerufen und mitgeteilt, dass die Pizzen fertig wären. Und als nicht sofort jemand kam, hatte er Sorge, er würde auf seinen bekästen tomatigen Teigfladen sitzen beiben. So gab es also noch einen kleinen Imbiss in der Jugendherberge. Leider nicht für die letzten Nachzügler in Caschis Bus, die unbedingt erst noch das Feuerwerk bestaunen wollten. Als die ankamen, war alles verputzt.

Der Mittwoch, sonst als Hansapark-Tag reserviert, musste diesmal aufgrund der Trainingsspiele und mäßigem Wetter für ein anderes Event herhalten. Alina und Vicky organisierten den »Pyjama-Laufsteg«. Mehrere Kandidaten zeigten ihre Nachtwäsche und präsentierten sich auf dem Catwalk. Sieger wurde mit dem authentischsten Outfit Nils Schmidt. Dicht auf gefolgt Assi »Lollo Ferrari« Bender mit dem wohl ausgefallensten Outfit und Timmy Scheel soll hier für seine fantasievolle Kombination ebenfalls Erwähnung finden.

Den Abschluss bildete natürlich wieder das allseits beliebte Mix-Turnier mit anschließender Disco. Wurde am Freitagmorgen noch einmal trainiert, begann direkt nach dem Mittagessen die Spaßveranstaltung. Leider spielte das Wetter nicht ganz so mit. Wir hatten zwar eine Menge sonniger Tage, aber die Temperaturen ließen eine Strandolympiade, wie sie schon in vielen vergangenen Jahren durchgeführt wurde, nicht zu. Also haben sich die Trainer, angeführt von den erfahrenen Pädagogen Caschi und Sabine, ein paar andere Disziplinen ausgedacht. Die Teams wurden aufgrund verschiedener vorgegebener Kriterien per Zufall zusammengestellt und danach noch nach handballerischen Gesichtspunkten verändert. Außerdem war zu berücksichtigen, dass einige Spieler verletzt oder krank waren und somit ihre Mannschaft nur in den außerhandballerischen Disziplinen unterstützen konnten.

Erste Aufgabe:

Den Anfang machte die Knetfigur als Vertreter für die Quadriga auf dem »BrandenJenga Tor«. Jedes Team, in seiner Zusammensetzung durch alle Altersgruppen vermischt, erhielt verschiedenfarbige Knete und durfte nun die Fantasie spielen lassen. Aber eine Idee ausbrüten und sie dann in Teamarbeit in eine dreidimensionale Skulptur umzusetzen, sind zwei verschiedene Schuhe. Dies gelang jedoch innerhalb des vorgegebenen Zeitrahmens ausnahmslos durch die bunte Zusammensetzung der Teams.

Eine neunköpfige Jury bewertete die einzelnen Kunstwerke und erarbeitete ein in der Spitze knappes, allgemein jedoch eindeutiges Ergebnis.

Team Julian:  5 – 8 – 8 – 8 – 7 – 6 – 6 – 8 – 7 = 63
Team Cem:  7 – 7 – 7 – 7 – 8 – 8 – 8 – 5 – 2 = 59
Team Cassiel:  6 – 5 – 3 – 6 – 6 – 7 – 7 – 6 – 8 = 54
Team Lukas:  8 – 6 – 2 – 2 – 4 – 4 – 3 – 2 – 2 = 37
Team Daniel:  5 – 6 – 4 – 3 – 3 – 4 – 3 – 4 – 2 = 34
Team Vanesa:  3 – 1 – 2 – 4 – 4 – 5 – 2 – 5 – 5 = 31
Team Jenny:  3 – 4 – 4 – 2 – 5 – 1–5 – 1 – 3 = 28
Team Max:  1 – 7 – 1 – 1 – 3 – 1 – 2 – 1 – 1 = 18

Dieses gemeinsame Erlebnis stärkte den Teamgeist für die nächste Aufgabe: SUDOKU!

Alle Mannschaften erhielten dasselbe Rätsel. Jedes Team bekam außerdem einen Platz in der Halle zugewiesen von dem aus jeder, der eine Zahl in das Rätsel eingefügt hatte, loslaufen und eine in der Mitte der Halle aufgestellte Stange umrunden musste. Das Zeitlimit lag bei 10 Minuten. Danach mussten alle ihre Rätsel abgeben. Drei Teams schafften die Lösung korrekt VOR Ablauf des Limits.

Punkteverteilung Sudoku:

Team Cem8Punkte
Team Julian:  7 Punkte
Team Jenny:  6 Punkte
Team Daniel:  5 Punkte
Team Max:  4 Punkte
Team Lukas:  3 Punkte
Team Vanesa:  2 Punkte
Team Cassiel:  1 Punkt

Dann begann das Turnier. Gespielt wurde wieder in zwei Gruppen. Die Reihenfolge, die sich durch die Gruppenspiele ergab, bestimmte die Paarungen der Finalrunde. Am Ende des Turniers sah es so aus:

Team Daniel:  Platz 1
Team Cem:  Platz 2
Team Cassiel:  Platz 3
Team Lukas:  Platz 4
Team Jenny:  Platz 5
Team Vanesa:  Platz 6
Team Max:  Platz 7
Team Julian:  Platz 8

Zwischen den Spielen hatten die Mannschaften noch zwei weitere Aufgaben zu lösen. Beim TippKick musste ein Ball durch das BrandenJenga Tor geschossen werden. Als Anreiz stellte jede Mannschaft ihre Knetskulptur auf den vorgesehenen Platz auf dem Tor.

Team Lukas13 Tore
Team Cem:  12 Tore
Team Vanesa:  11 Tore
Team Jenny:  10 Tore
Team Daniel:  9 Tore
Team Max:  9 Tore
Team Julian:  9 Tore
Team Cassiel:  8 Tore

Außerdem mussten mit einem Gummiband zu einem Bumerang verbundenene flache Hölzchen über eine kurze Distanz in einen kleinen Eimer geworfen werden.

Team Cem15 Treffer
Team Lukas:  10 Treffer
Team Max:  9 Treffer
Team Daniel:  8 Treffer
Team Vanesa:  7 Treffer
Team Cassiel: 6 Treffer
Team Jenny:  6 Treffer
Team Julian:  5 Treffer

Einen kleinen Schrecken konnten wir unseren Lieben versetzen, als wir auch die Zimmerbegehung mit in die »ScharbOlympiade« einbezogen. Jeder Spieler im Team nahm die Note aus der Zimmerbewertung mit in die Mannschaft. So wertete die Mitgliedschaft einer Spielerin der wE (DIE hatten nämlich das ordentlichste, sauberste und somit tollste Zimmer!) enorm auf und die der Bewohnerin eines wC-Zimmers (oder m-B!!!) riss das wieder nach unten. Aber auch hier kam den Teams die gute Durchmischung zugute und hielt alles so ziemlich in der Waage.

Aus den Ergebnissen all dieser Aufgaben ergab sich am Ende die endgültige Platzierung.

Platz 1: Team Cem
Platz 2: Team Lukas
Platz 3: Team Daniel
Platz 4: Team Julian
Platz 5: Team Jenny
Platz 6: Teams Max und Vanesa
Platz 7: Team Cassiel

Die Disco am Freitag Abend war gut besucht. Als Eintrittskarte gab es ein leuchtendes Bändchen um den Arm. Dass diese Bändchen so beliebt sein würden, dass alle immer noch eins mehr haben wollten, hatte ich nicht gedacht. Dafür wird im nächsten Jahr gesorgt. Beim SAF wurden die Teile eher belächelt. Statt der Apfelspalten gab’s dann doch wieder Nüsse und Salzstangen, statt Kräutertee und Wasser süße Säfte und Apfelschorle.

Jetzt hat es schon so lange gedauert mit der Veröffentlichung des Berichts, da will euch nicht noch länger auf die Folter spannen und schon mal den Link für die bisher eingestellten Fotos mit reinbasteln. Dieser Bericht hier wird auch noch das eine oder andere Foto bekommen. Also, immer mal wieder reinschauen!! ;)

Ein Fazit

Zum Abschluss noch ein wenig Statistik:

In diesem Jahr fuhren 41 Handballer und 29 Handballerinnen zusammen mit 3 Trainern und 4 Trainerinnen/Betreuerinnen nach Scharbeutz. Auf je 10 Teilnehmer kam also ein Aufpasser. Wir hatten 22 NEUE Teilnehmer dabei, das sind immerhin 31 %, also fast ein Drittel, die sich in dieses Abenteuer mit den alten Hasen gewagt haben. Endlich hatten wir auch wieder mal einen Fan dabei! Weitere 10 Plätze wären noch frei gewesen! Der Altersdurchschnitt lag in diesem Jahr bei 12,8 Jahren, wobei 89 % aller Teilnehmer unter 16 Jahre alt waren.

Wir hatten über 84 Stunden Trainings‑ und Spielzeiten in den Sporthallen, zuzüglich der Zeiten, die die wC, mD und mC bei Trainingsspielen verbracht haben. Dabei wurden rund 35 Liter Wasser getrunken.

Alles in allem beantwortet sich meine anfängliche Frage: Ich mache das hauptsächlich für euch und ein klein wenig auch für mich. Auch wenn ich mir wünschen würde, das eine oder andere Mal mehr Feedback zu erfahren. Natürlich war auch diesmal wieder nicht alles perfekt, aber in den letzten 11 Jahren habe ich doch auch einiges gelernt und jedes Jahr wird besser — zumindest ANDERS — als das Vorjahr. Und so soll auch 2009 wieder sein! Vormerken: 17. – 24.10.!

Die Manu

(gelesen: 6076 mal, heute: 2 mal, zuletzt: 30. Juli 10)

11 Kommentare zu »Scharbeutz, die Letzte?«

  1. Liebe Manu, Du hast soo recht. Wir Eltern atmen tief durch, wenn der Bus mit den Kindern weg ist. Freuen uns auf die entspannte, kinderfreie Woche (bei manchen mehr, bei anderen weniger :blush:) Dass so viel mehr Arbeit und Aufwand dahinterstehen, vergißt man nur allzu schnell. Dafür auch mal auf diesem Wege eine tiefe Verbeugung vor allen Trainern und Freiwilligen, die sich eine Woche mit einer Horde Halbwüchsigen und kleiner »Alleinerstreisender« herumschlagen. Immerhin wird auch Urlaub und Freizeit geopfert. Von Deiner Arbeit im Voraus konnte man sich dank Deines ausführlichen Berichtes auch mal ein klares Bild machen und ich glaube, einige hatten sich nicht ausgemalt, dass derart viel zu tun ist. Herzlichen Dank an alle Beteiligten, ich habe nach der Woche Scharbeutz 2 fröhliche, gesunde Kinder in die Arme geschlossen, die nur positives berichten konnten (und das ist zumindest bei einem der Beiden nicht selbstverständlich :D)

  2. Ja, liebe Manu – und genau so war`s !!!
    Nicht nur, dass es mir immer wieder die allergrößte Freude ist, mit dir diese Woche zu teilen – auch, wenn wieder keine Zeit für ein geteiltes Hefeweizen in der Strandbar war – ja, liebe Eltern, so isses nämlich!! ;
    sondern : du kannst es auch immer wieder in so wunderbarer Weise in schriftlicher Form wiedergeben!!
    Umso beschämender ist es, dass nur so wenige Kommentare von Mitreisenden – oder Eltern – in »unsere « Öffentlichkeit gelangen.
    Ich hoffe natürlich auf weitere Fahrten mit dir und unserem eingespielten Team. Das ist es nämlich in erster Linie, was für mich den Spaß an diesen Fahrten ausmacht!!!
    Sabine :D

  3. Alle Wetter, liebe Manu, was für ein toller und sooo ausführlicher Bericht! Dafür Danke!

    Auch ein wenig stellvertretend für uns Betreuer wird hier wirklich einmal klar, wie viel Herzblut in dieser Reise steckt. Um gleich wieder einmal meiner »typischen Art« die Oberhand zu lassen:
    Ich glaube nicht, dass sich die meisten unserer Schutzbefohlenen genügend klarmachen, dass hier sieben Erwachsene sich eine ganze Woche fast ausschließlich für sie den A*** aufreißen … Nun ja.

    Mein schönster Augenblick: Als verkündet wurde, dass auch die Zimmer der B-Jugend bewertet werden würden, und zwar von den reinlich aparten Siegerinnen — die rundweg entgleisenden, teils schon Panik zeigenden Gesichtszüge meiner ›Giganten‹ zu beobachten, war köstlich :D !

  4. xD haha also die zimmer waren doch nich so unordetnlich…und ein rieeeeesseeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeen DANEKSCHÖN an manu die dieses immer wieder ermöglicht diese faahrt^^:D der Titel war schon erschreckend..^^ich jedenfalls für meinen teil hoffe auf ein scharbeutz 2009 vllt schaffe ich es ja dieses mal keinen ärger zu machen….:S

  5. Hey!
    Du hast geschrieben, dass Du Dir ein bisschen mehr Feedback wünscht und da habe ich mir gedacht, dass ich mal einen kleinen Bericht darüber schreibe, wie die Fahrt aus den Augen einer Spielerin war. Das könnte aber noch ein Weilchen dauern, ich hab nämlich noch total viel anderes Zeug zu tun!

    Liebe Grüße, Jenny

    PS: 35 Liter ist aber ganz schön wenig! :shock: [Anm.: Haste Recht! Muss ich nochmal kontrollieren!!! Manu]

  6. Als Erstes: Herzlichen Dank für eure comments! :blush: Ich hoffe trotzdem, es kommen noch mehr! ;)

    @Cascha: Freut mich, dass es geklappt hat! ;)
    @Bini: Im nächsten Jahr kommt die Stunde Freizeit für uns beide mit auf den Wochenplan!
    @Raimund: Ich hoffe, es hörte sich nicht ZU jammerhaft an!
    @Benny: Keep cool! B) Manchmal muss man Handlungen erst überdenken, manchmal muss man direkt – ohne Denken – handeln! Da die richtige Entscheidung zu treffen gelingt dir auch irgendwann!
    @Jenny: Ich würde mich RIESIG freuen, einen Bericht aus eurer Sicht zu lesen! Aber ein Tipp von mir: Lass es nicht zu lange liegen! Die Erinnerungen verblassen und die Lust, was zu schreiben, lässt nach. :shock: Die Fotos habe ich ja schon. Gibt’s noch mehr (veröffentlichbare!!!!) ?

  7. Ich find Bilder mit Knautschgesichtern einfach super! –> Manu: dein Artikel ist wirklich ohne Gleichen!

  8. Also die Fotos sind ja mal über geil! aber warum stellst du denn das tolle foto von Kati in Unterwäsche rein?? haha naja egal! Jedenfalls hast du mich mal wieder in den tollsten Posen fotografiert!!! :shock: :p
    Liebe grüße Sophie

  9. Manu, mein Kompliment, das nenn‹ ich mal einen Superbericht. Stephan hat gefragt, woher du die Zeit nimmst, dir auch noch Notizen zu machen.
    Aber jetzt mal ehrlich: Ganz herzlichen Dank an dich und alle Trainer und Betreuer für eine weitere Herbstwoche, die scheinbar allen was gebracht hat, den Kids, den Eltern, na ja, und wohl auch den Trainern. Unsere Kinder sind immer ganz wunderbar drauf nach 1 Woche Scharbeutz. Der Termin für 2009 ist schon vorgemerkt !

  10. Vielen Dank für das Lob! :grin: Das mit den Notizen geschieht zwangsweise! Ich MUSS mir alles aufschreiben, weil mir sonst einfach zuviel durch die Lappen geht, das ich wirklich erledigen muss – wie zum Beispiel die Sache mit der Sporthalle in Neustadt. Das hatte ich NICHT explizit aufgeschrieben. Außerdem soll ja auch möglichst viel im Bericht auftauchen, so dass sich alle gut erinnern können. Fotos sind zwar immer hilfreich, aber nicht bei jeder Gelegenheit ist der Knipser dabei. UND … ich kann nicht Überall dabei sein. So hoffe ich ja immer wieder ganz stark darauf, dass der eine oder die andere der Teilnehmer mal in die Tasten hauen und ein paar Begebenheiten zum Besten geben. Ich bin gern bei der Formulierung behilflich. Nur die Stories müsst ihr erzählen!Hey, Jenny! War da nicht was??? ;)

  11. Heute am Silvestertag habe ich endlich Zeit mal wieder mich um DAS hier zu kümmern. Schon in den letzten Tagen habe ich angefangen, die letzten Bilder in die Kodakgalery zu laden. Jetzt ist es geschafft!
    In meinem Bericht ist der neue Link zu ALLEN Bildern der Herbstreise 2008.

    Viel Spaß beim Stöbern! :grin:

    Und für euch alle beste Wünsche für ein gesundes und erfolgreiches, spaßiges NEUES JAHR! :D

Kommentar schreiben!

Kommentare sind ein wichtiger und hoch willkommener Bestandteil unserer Homepage, der vor Missbrauch geschützt werden muss.
Deshalb gibt es einige Regeln zu beachten!






:D :blank: :blush: :bored: :confused: B) :down: :evil: :( :grin: :grr: :laidback: :left: :mad: :right: :sad: :x :shock: :) :stress: :p :up: ;) :yawn:

(Auf die Smilies klicken, um sie in den Kommentar einzufügen!)

Unsere »Kommentar-Politik«:

  1. Für nicht registrierte Nutzer ist die Angabe von Name und E-Mail-Adresse erforderlich! (*)
    Selbstverständlich geben wir die Mail-Adresse an niemanden weiter!
  2. Zusätzlich muss die kleine Rechenaufgabe am Ende des Formulares gelöst werden!
  3. Weiterhin werden Kommentare von nicht registrierten Nutzern moderiert, das heißt, sie werden von einem Redakteur gelesen, bevor sie auf der Seite erscheinen.
  4. Kommentare von einmalig registrierten und dann in Folge angemeldeten Nutzern erscheinen nach einmaliger Moderation sofort.
    Um sich anmelden zu können, müssen Cookies im Browser erlaubt sein!
  5. Für eine dauerhafte Registrierung ist die Angabe eines Echtnamens = Vor- & Nachname nötig!
    Diesen bekommt außer dem Administrator niemand zu sehen. Fehlt dieser Echtname nach einer Woche immer noch, wird das Benutzerkonto wieder gelöscht!
  6. Registrierte Leser ersparen sich das neuerliche Ausfüllen der Pflichtfelder und das Lesen dieses ganzen, leider notwendigen Zeugs. Außerdem haben sie zum Schreiben doppelt so viel Platz. Na — Registrieren?

Zum Seitenanfang


Letzte Beiträge:
5.11.09Wollt ihr schon mal …
22.10.09Nur schnell noch ein paar Zeilen …
21.10.09Der Hansapark-Tag
20.10.09Der Dienstag an der Ostsee
19.10.09Der Dritte Tag – Montag

Wir werden unterstützt von:

STARCAR Autovermietung
Umfrage dieser Kategorie:

Wie fandest du Scharbeutz 2008?

  • Spitze!
    (68%, 27 Stimmen)
  • Gut halt
    (25%, 10 Stimmen)
  • In Ordnung
    (5%, 2 Stimmen)
  • Nie wieder!
    (3%, 1 Stimmen)
  • Nicht so toll
    (-1%, 0 Stimmen)

Bisher 40 Stimmen.

Loading ... Loading ...

Umfragen-Archiv

Zum Seitenanfang