Mittwoch, den 27. Mai 2009,
vor 1 Jahr, 2 Monaten
Wie die Jungfrau zum Kinde: Der neue Jugendwart
Eigentlich war das ja am Mittwoch der Jahreshauptversammlung alles ganz anders geplant. Aber die Sache bekam eine solche Eigendynamik, dass am Ende Schadensbegrenzung betrieben werden musste.
Als Erstes möchte ich mich denjenigen vorstellen, die mich vielleicht nur wenig oder gar nicht kennen. Mein Name ist Stefan Rieckhoff, und ich bin bisher als 2. Vorsitzender im Bereich der Handballabteilung unseres Vereins tätig. Die meisten werden mich unter meinem ›Künstlernamen‹ Scholli kennen.
Mit dem Handballsport selbst habe ich 1978 auch hier im BSV 92 angefangen. Auslöser dafür war der 1. Weltmeistertitel Deutschlands in dieser Sportart. Zu dieser Zeit waren die meisten Jugendmannschaften im Verein sogar doppelt besetzt. Das änderte sich allerdings einige Jahre später, als die 1. Männermannschaft den Aufstieg in die 2. Bundesliga schaffte. Alle Ressourcen flossen dann in diese Kanäle und die Jugendabteilung verwaiste.
- Eine Problematik, die sich später rächen sollte und die sich in keinem Fall, auch nicht in abgeschwächter Form, wiederholen darf –
Dafür will ich hier und mit der Übernahme dieses Amtes ganz klar einstehen.
Aber nun weiter in der Chronik zur eigenen Aktivenlaufbahn. In der Zwischenzeit hatte ich auch meine Berufung als Schiedsrichter erkannt und mich kontinuierlich mit meinem Partner bis in den höchsten Berliner Kader vorgearbeitet. Über zwei oder drei Vereinsstationen in nördlicheren Regionen von Berlin fand ich den Weg 1994 wieder zurück zu unserem BSV.
Damals bestand die Abteilung aus einer Männer‑ und einer Damenmannschaft. Beide genossen das Privileg, in der höchsten Berliner Spielklasse anzutreten. Doch die Zeiten änderten sich, was auch zum Teil am Durchschnittsalter der Mannschaften lag und dem fehlenden Nachwuchs. So wurde damals (ich glaube, es war die Spielzeit 1995/96) von Vorstandsseite die Idee einer Spielgemeinschaft mit dem Berliner SC mit offenen Armen empfangen.
Ein Jahr später wechselten bis auf eine Handvoll alle BSC-Aktiven zum BSV. Mit einem Mal hatte unser Verein eine respektable Jugendabteilung, inklusive engagierter Trainer und Betreuer. Die meisten von ihnen sind heute immer noch an Bord.
- Vielen Dank an euch. Ich hoffe es wird gelingen, dass man euch die notwendige Wertschätzung eines Tages von allen Seiten entgegen bringen wird –
Eigentlich hätte man sich mit diesem glücklichen Umstand gar nicht so schmücken dürfen. Aber wie wir wissen, Erfolg macht ›geil‹ und stärkt das eigene Ego.
Für mich persönlich endete die Mitgliedschaft im Verein zwischenzeitlich noch einmal für etwa 3 Jahre wegen unüberwindbarer Probleme mit dem damaligen Trainer der 1. Männer und der eigenen Familienplanung. Seit der Saison 2005/06 bin ich aber wieder mit an Bord. Die Schiedsrichterei habe ich zwischenzeitlich an den Nagel gehängt, die Motivation, etwas zu bewegen, dagegen bei weitem nicht. So gelang mir beim Wiedereinstieg mit der 2. Männer ein überragender Aufstieg in die Stadtliga und in der vergangenen Saison ein solider Rückhalt für die 1. Männermannschaft.
So schließt sich der Kreis zu der eingangs erwähnten Schadensbegrenzung. Es sollte jedem klar sein, dass eine Vereinsabteilung nur richtig und erfolgreich funktionieren kann, wenn alle gemeinsam sich damit identifizieren und an einem Strang ziehen. Und jeder, wirklich jeder, kann seinen auch noch so kleinen Beitrag dazu leisten.
Tja, so kam die Jungfrau dann zu den Kindern bzw. Jugendlichen.
Kleiner Tipp am Rande: Bei Ungereimtheiten findet jeder, der ein wichtiges Anliegen hat, beim Vorstand ein offenes Ohr, denn das ist unser Job.
(gelesen: 618 mal, heute: 2 mal, zuletzt: 31. Juli 10)



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